Spielmannszug Concordia Oberhausen 1908 e.V.


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Der Verein












Um die Jahrhundertwende besiedelten Bergleute aus dem Saargebiet den Liricher Raum, um auf der hier ansässigen Zeche CONCORDIA einen neuen Arbeitsplatz zu finden.Einige von diesen Bergleuten schloß sich der Freiwilligen Feuerwehr in Lirich an. Hier gab es einige Feuerwehrleute, die etwas von der Spielmannsmusik verstanden.Durch sporadische Proben dieser Gruppe wurde das Interesse für diese Art Musik zu machen bei den Neulingen geweckt.

Da die Gruppe jedoch immer noch zu klein war, wurde bei den Bergleuten auf der Zeche für die Spielmannsmusik geworbenes fanden sich schnell einige musikbegabte und vor allen Dingen interessierte Männer, die froh waren nach ihrer schweren Arbeit als Bergmann, einen Ausgleich hierfür gefunden zu haben.

So wurde im Jahre 1908, unter Mithilfe der Werksleitung, der Werkspielmannszug CONCORDIA Oberhausen BAG, gegründete.

Als Mitgründer wurden damals die Namen Heinrich Deutsch, Wilhelm und Peter Mollenhauer Konrad Kaspar, Heinrich Scherf und Josef Griesdorn genannt.

Durch die Unterstützung der Werksleitung sowie der Mithilfe einiger Gönner, konnte sich der Spielmannszug schon recht bald in der Öffentlichkeit zeigen und gewann das Wohlwollen nicht nur der Liricher Bevölkerung.

Trotz aller Anstrengungen hinterließen beide Weltkriege tiefe Wunden in unserem Verein. Jedoch waren immer wieder Musikfreunde bereit, die so entstandenen Lücken zu schließen, was ihnen mit der Unterstützung der Zeche auch möglich gemacht wurde.

Dem Lampenmeister der Zeche CONCORDIA, Heinrich Schäfer, gelang es nach dem zweiten Weltkrieg unter seiner Führung die Spielleute zusammen zu halten und den Verein neu aufzubauen.

Nachdem auch jüngere Spielleute unter der Stabführung des Kameraden August Peutrich hinzu kamen, wuchs der Werkspielmannszug CONCORDIA BAG zu einem weit über die Grenzen Oberhausens bekannten und beliebten Klangkörper heran.

Im Jahre 1961 übernahm der damalige 2. Corpsführer Josef Bauer die Stab-und Vereinsführung von August Peutrich, der diese Ämter aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausführen konnte.

Jetzt wurden auch Kinder und Jugendliche als Spielleute ausgebildet Da wir der erste Spielmannszug mit jugendlichen Spielern waren, wurden wir sehr oft, nicht nur von den anderen Spielmannszügen, belächelt und als Kindergarten oder dergleichen bezeichnet.

Wir blieben jedoch unsere Linie treu und stellten die Jugendförderung in den Vordergrund Diese Entscheidung sollte sich schon bald als richtig herausstellen.

Im Jahre 1968 verloren wir durch die Schließung der Zeche CONCORDIA BAG unsere Funktion als Werkspielmannszug. Viele Spielleute verließen durch die Schließung der Zeche unsere Stadt und somit auch unseren Verein.

Dieses Problem wurde jedoch durch unsere intensive Jugendarbeit und Treue unsere fördernden Mitglieder gelöst. Durch die Überlassung der Instrumente und der Uniformen durch die Zeche, wurde ein weiterer Schritt zum Fortbestand unseres Spielmannszuges getan.

Das Corps wuchs wieder zu einem beachtlichen Klangkörper herran.1970 gab Josef Bauer aus gesundheitlichen Gründen die Stabführung ab und sein Sohn Karl-Heinz übernahm dieses Amt. Zum Dank für seine als Corpsführer geleistete Arbeit wurde er zum Ehrencorpsführer ernannt.

Nachdem wir lange Jahre die traditionelle Bergmannsuniform mit Stolz getragen hatten, wurde im Jahre 1971 eine neue Uniform angeschafft.

Im Jahre 1972 erfolgte beim Amtsgericht Oberhausen die Eintragung ins Vereinsregister (e.V.)

In den folgenden Jahren konnte sich unser Verein zu einer beachtlichen Größe empor arbeiten.

Einen großen Rückschlag in unserer Vereinsarbeit erlebten wir im Jahre 1979 durch den Tod unseres 1.Vorsitzenden und Ehrencorpsführers Josef Bauer.Es dauerte dann auch einige Zeit, bis wir den Schock überwunden hatten. Denn einen Mann wie unseren " Jupp", wie er von allen liebevoll genannt wurde, zu ersetzen war fast unmöglich.

So blieb uns nur die Möglichkeit, im Sinne von Josef Bauer weiter zu arbeiten.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Proben- und Spielbetrieb, die jedoch durch den Einsatz jedes einzelnen Spielmanns überwunden wurden, stellte sich jedoch schon bald die ersten spielerischen Erfolge ein.

Bis Ende 1980 wurde unser Verein von unserem Spielmann Manfred Gebbert geführt Er konnte aber aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen dieses Amt nicht länger ausüben.

Sein Nachfolger wurde unser Spielmann und langjähriges Mitglied Friedhelm Kock.

Unter seiner Vereinsführung gab es für den Spielmannszug nicht nur Neuerungen im spielerischen Bereich.

So wurde zum Beispiel im Jahre 1984 eine Patenschaft zum Spielmannszug Burlage/Rhauderfehn in Ostfriesland ins Leben gerufen. Dieser Spielmannszug wurde von unserem langjährigen 1.Kassierer und Flötisten Johann Woyciechowski gegründete. Mittlerweile ist zwischen den beiden Vereinen eine herzliche Freundschaft entstanden, die nicht nur durch gegenseitige Besuche beider Vereinen zum Ausdruck kommt.

Im gleichen Jahr konnten wir für unsere Ausbildung einen neuen Mann gewinnen, nämlich unseren langjährigen Freund Oskar Klein.Mit Oskar Klein haben wir einen Mann gefunden, der verstanden hat, seine Erfahrung und sein Können, auch unseren jugendlichen Spielleuten, in hervorragender Art zu vermitteln.

Seit dieser Zeit werden auch wieder regelmäßig Wettstreite besucht, um Vergleiche für unser Leistungsvermögen zu haben. Einige schöne Erfolge stellten sich in dieser Zeit auch einen so zum Beispiel einen 2.Platz in der B-Klasse bei einen Wettstreit im Issingehr-Feld-Essen. Gleich vier erste Plätze im Marsch-und Konzertspiel belegten wir bei einem Internationalen Wettstreit in Döttichen/Holland. Hier konnten wir auch von 25 Vereinen den Wanderpokal für den Gesamtsieger in Empfang nehmen. Hier ist für dieses Jahr eine Pokalverteidigung fest eingeplant. Einen weiteren schönen Erfolg erzielten wir durch zwei 2.Plätze in der B- und Konzertklasse bei unseren Freunden vom Spielmannszug Blau-Weiß Oberhausen.

Im Jahr 1993 verstarb unser langjähriger Corpsführer und 1. Geschäftsführer Karl-Heinz Bauer. Durch seine musikalischen Leistungen und Liebe zur Spielmannsmusik verstand es Karl-Heinz den Verein zu leiten und zu representieren.

Aus gesundheitlichen Gründen musste Friedhelm Kock das Amt des 1.Vorsitzenden aufgeben. Als Anerkennung und Dank wurde Friedhelm Kock zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Nach langer, schwerer Krankheit verstarb Friedhelm Kock im Jahre 1995.

Mit Friedhelm Kock verloren wir einen stetigen Ansprechpartner der für alle Sorgen im Verein und auch nicht selten in persönlichen Dingen ein offenes Ohr hatten.

Unter der Leitung von Karl-Heinz Meerschiff und Peter Bongartz konnte der Verein wieder einige Erfolge verzeichnen.

So nimmt der Spielmannszug z.b. einmal im Jahr an einem internationalen Musikwettstreit in Holland teil. Hier konnten wir schon große Erfolge erzielen. Im letzten Jahr erhielten wir den Wanderpokal für die höchste Punktzahl. Unser Ziel ist es in diesem Jahr diesen Wanderpokal wieder mit nach Oberhausen nehmen zu können.

Mit Gino (Peter Bongartz) haben wir 1997 zum zweiten mal den Wanderpokal nach Oberhausen geholt.

Im Jahre 1998 verließ Peter Bongartz unseren Verein. Dieter Knittel übernahm 1999 nach einer Jahreshauptversammlung diesen Verein, den er bis heute mit viel Erfolg leitet.

Im Jahre 1998 übernahm Andre´ Knittel den Posten als Corpsführer und Ausbilder. Mit ihm konnten wir im Jahre 1999 den Wanderpokal für die höchste Punktzahl und den Corpsführerpreis aus Holland wieder mit Nehmen im Jahr 2001 konnten wir zum ersten Mal im marschieren den ersten und den 2.Preis mit Nehmen.

Hoffendlich dienen diese Erfolge der Motivationen unserer jugendlichen Spielleute, und können auch in den folgenden Jahren fortgesetzt werden.

Es geben viele böse Zungen die behaupten wir könnten nichts, macht aber nichts.Dafür erhalten wir nach jedem Spiel viel Lob von den Leuten, die etwas von der Spielmannsmusik verstehen.

Im Jahre 2000 wurde Frau Martha Bauer als erste Frau zum Ehrenmitglied ernannt.

Der Spielmannszug bildete gerade jetzt wieder verstärkt Kinder und Jugendliche aus.

Das Jubiläums Jahr 2008



Gesucht, gefunden


Viele Köche würzen das Projekt „Gierich nach Lirich” mit großem Engagement. Die Proben gehen in die heiße Phase. Experten und Profi-Schauspieler tragen zum Gelingen bei. Eine Collage aus erlebten Geschichten.

Seit zwei Spielzeiten sammelt das Theater Zutaten für „Gierig nach Lirich”, das Außenprojekt, das Geschichten erzählt, die das Leben geschrieben hat. „Wie ein Sachensucher”, sagt Dramaturgin Simone Kranz, seien sie und die Kollegen unterwegs gewesen. Gefunden hätten sie mehr als genug Erzählenswertes darüber, wie's damals begann, wie die ersten Migranten kamen, vom Wirtschaftswunder bis zur Concordia-Schließung, vom Strukturwandel, von Babcock bis zum Bero-Zentrum. Kranz: „Und am Ende steht die Frage, wie's weiter geht. Wie stellst du dir die Zukunft vor?” „Dass man hoffentlich im Beruf ist”, sagt Kim. Damit dieser Wunsch in Erfüllung geht, nimmt er zusammen mit Marcel, Nico, Murad und Daniel am U-25-Qualifizierungsprojekt der Ruhrwerkstatt teil. Einer Maßnahme, zu der es auch gehört, Theater zu spielen. „Das fördert die soziale Kompetenz, die Teamfähigkeit, das Selbstbewusstsein”, erklärt Anja Brunsbach, Anleiterin der Gruppe. Momentan haben die jungen Männer ihr eigenes Stück „Die Ohrfeige” von Martin Walser auf Eis gelegt. Der Grund: Sie tragen eine Szene zum Lirich-Stück bei. „Wir brauchten nicht zu suchen, die Gruppe bestand schon und war sofort bereit mitzumachen”, freut sich Simone Kranz. Die Jugendlichen wie auch alle anderen 70 Teilnehmer, die mitspielen, seien Experten, keine Laien. Kim spielt einen Fallmanager auf dem Arbeitsamt. Zum Teil werden Rollen auch von Schauspielern übernommen. Dazu gibt es Live-Musik, für die sich Otto Beatus auf Sachensuche begab. Und zwei Gruppen fand, die für Liricher und Ruhrgebiets-Musiktradition stehen: Ein Lehrerchor, der im K 14 probt und der Spielmannszug Concordia, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. „Sonst spielen wir an Karneval, bei Martinszügen, auf Schützenfesten, Polterabenden oder Geburtstagen”, erklärt André Knittel, der Tambour-Major. Sein Vater ist Vorsitzender des Vereins, der einmal pro Woche in der Liricher Hauptschule probt. „Es ist ja 'ne Geschichte aus Oberhausen selbst”, erklärt André Knittel, warum die Spielleute gern mitmachen. „Es ist etwas Neues, etwas, was man dazu lernen kann. Und wir sind ja das Einzige, was von der Zeche noch übrig geblieben ist.” Die Geschichte des Spielmannszugs selbst wäre es wert, erzählt zu werden. Darin, dass es viel mehr interessante Lirich-Ansichten gibt, als in eine Aufführung passen, gibt Simone Kranz ihm Recht: „Wir könnten ewig weitermachen, mussten selektieren, aber so soll es sein: träumerisch, assoziativ, unvollständig.” „Wenn man am Verein hängt, muss man schon ein bisschen Einsatz zeigen”, betont Andrea Dietrich, die im Zug Flöte spielt und auch Vorstandsmitglied ist. „Ich bin schon über 20 Jahre dabei und hab' meine Tochter schon mitgebracht, als sie noch ein Baby war. Das jüngste Mitglied, der Sohn meiner Freundin, ist elf Jahre alt.” „Man baut dem Stück einen musikalischen Rahmen”, erklärt Otto Beatus die Aufgabe des Spielmannszugs im Stück. Sprache und Musik würden akustisch nicht getrennt, sondern ineinander fließen und sich zu einem Gesamtkunstwerk formen. „Ich bin begeistert, mit welchem Engagement ihr mitmacht”, lobt Simone Kranz den Einsatz der Gruppe. Auch Otto Beatus findet die Leistung der Musiker nicht selbstverständlich: „Da kann man nur den Hut ziehen.”

Hoffen wir das es dem Spielmannszug "CONCORDIA-Oberhausen"1908 e.V. noch recht lange vergönnt ist, die Spielmannstradion zu pflegen und zu fördern.



In diesem Sinne, GUT SPIEL "

1.Vorsitzender Dieter Knittel


















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